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Laut dem neuesten IDC-Bericht erreichten die Smartphone-Auslieferungen in Indien im ersten Quartal 2019 32,1 Millionen Einheiten, ein Anstieg von 7,1 % gegenüber dem Vorjahr. Xiaomi belegte mit 9,8 Millionen ausgelieferten Geräten den ersten Platz. Berichten zufolge führt Xiaomi die Liste der Smartphone-Auslieferungen in Indien seit sechs Quartalen in Folge an. Als größter Gewinner auf dem indischen Smartphone-Markt kombiniert Xiaomi die beliebten Verkaufsautomaten mit Smartphones und positioniert sich so im vorteilhaftesten Marktsegment Indiens. Sollte Xiaomi seine Position als Marktführer festigen wollen, wirkt dieser Schritt eher wie ein Marketing-Gag als eine echte Markteinführung. Schließlich ist ein Schrank voller Smartphones sehr wertvoll, und Diebstahl oder Beschädigung verursachen enorme Verluste. Mobiltelefone sind wertvolle Güter. Erstens können Verkaufsautomaten keine Vor-Ort-Tests durchführen. Zweitens kann kein zeitnaher Kundendienst gewährleistet werden. Drittens sind Mobiltelefone zwar schnell verkaufte, aber selten nachgefragte Produkte. Wie man den Handyabsatz steigern und Absatzmärkte finden kann, die tatsächlich Bedarf an Handys haben, ist ebenfalls eine wichtige Frage. Ich habe jedoch den Eindruck, dass Xiaomis diesjährige Markteinführung eher einem Testlauf dient. Einerseits läuft der Ausbau des Einzelhandels in China auf Hochtouren, und Indien ist ein weitgehend unerschlossener Markt. Andererseits nutzt Xiaomi seine Markenbekanntheit, um in Indien Verkaufsautomaten einzuführen. So lassen sich auf dem indischen Markt weitere Möglichkeiten testen, schließlich verkauft Xiaomi neben Handys auch Mijia-Produkte und Zubehör. Betrachtet man es so, wirkt Xiaomis Schritt wie ein Signal. Ein Markt, der mit dem chinesischen Einzelhandelsvolumen vergleichbar ist, eröffnet durch die Nutzung von Verkaufsautomaten ein völlig neues, noch unerschlossenes Potenzial. Sollte dieser Schritt in Indien positive Resonanz finden, wäre dies ein vielversprechender Ausgangspunkt, um einen weiteren Wachstumsmarkt für Xiaomi zu erschließen. Hersteller der Verkaufsautomaten in Zusammenarbeit mit Xiaomi ist diesmal Hunan Zhongji. Laut dem offiziellen Account von Zhongji hat diese Kooperation das Interesse beider Seiten geweckt. Die Entscheidung für eine einschichtige Produktion mit einer Jahreskapazität von 300.000 Einheiten und die chinesisch-kirgisische Kooperation, die 30 % der Produkte des Landes ausmacht, lassen Xiaomis Bestreben, den indischen Markt für Verkaufsautomaten im Handumdrehen zu erobern, kaum erahnen. Schließlich scheiterte das Wagnis zwischen Lei Jun und Dong Mingzhu, und die Schwäche von Xiaomis Marktposition in China zeigt deutlich, dass die Entwicklung des Unternehmens in den letzten Jahren an ihre Grenzen gestoßen ist. Ob der indische Markt nun tatsächlich so boomt, wie Lei Jun behauptet, und ob Verkaufsautomaten die Nachfrage decken, ob es sich um einen bloßen Marketingtrick handelt, um Xiaomis Position in Indien zu stärken, oder ob es sich um einen Test des indischen Marktes handelt, der auf ein riesiges Marktpotenzial hinarbeitet – Verkaufsautomaten und intelligente Verkaufsterminals können den Absatz von Produkten deutlich steigern. Diese Nachricht ist ein hervorragendes Signal für inländische Hersteller und Betreiber, die nach neuen Wegen suchen.