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Auch wenn der neue Einzelhandel in den letzten Jahren kapitalreif geworden ist, ist er immer noch ein junges Phänomen. Aktuell zeigen sich vier verschiedene Geschäftsmodelle: Erstens die Frische-Supermärkte, wie beispielsweise Box Ma Xian Born und Super Species. Im O2O-Zeitalter haben Frischemärkte aufgrund ihres rasanten Wachstums die Aufmerksamkeit vieler neuer Einzelhandelsunternehmen auf sich gezogen. Der Hauptgrund für den hohen Bedarf an Logistik und Lagerhaltung liegt in der Art der Waren. Ob Box Ma Xian Born oder Super Species – die Servicegebiete haben einen Radius von 3 Kilometern. Die meisten dieser Unternehmen sind als Frischeläden organisiert und konzentrieren sich auf den Online-Verkehr. Offline dienen sie hauptsächlich der Erlebnisorientierung und der Lagerhaltung. Zweitens die „No-Supermärkte“. Amazon brachte 2016 Supermärkte auf den Markt, und auch andere Formen wie „No-One-Shelf“ und Convenience-Stores begannen, das Konzept des Supermarkts zu revolutionieren. Doch schon nach wenigen Monaten wurde in den Medien viel über das Scheitern dieser „No-Supermärkte“ berichtet. Selbst der neue Kaffee von AliExpress, der ohne Technologie eingeführt wurde, wurde als PR-Gag abgetan. Mit dem Aufkommen unbemannter Supermärkte und vieler anderer Unternehmen begannen diese, Probleme hinsichtlich Artikelnummern und Kosten zu hinterfragen und standen vor vielfältigen Herausforderungen, etwa in Bezug auf Technologie und Qualität. Heutzutage ist kein Unternehmen mehr so einfach zu bedienen. Ein weiterer Ansatz sind Erlebnisgeschäfte. Im Vergleich zum Online-Kanal liegt der Vorteil des neuen Einzelhandels im Erlebnischarakter. Dies hat dazu geführt, dass viele neue Akteure im Einzelhandel dem Erlebniskonsum Priorität einräumen, wie beispielsweise die ausländischen Online-Shops von Netease und Koala sowie die Hotels von MUJI. Betrachtet man Erlebnisgeschäfte aus der Perspektive des neuen Einzelhandels, so geht es darum, sich in neuen Offline-Szenarien zu etablieren und so weitere Wachstumsmotoren zu erschließen. Der Wert der Kundenbeziehung ist dabei wichtiger als der reine Umsatz. Durch die Auswahl der Artikelnummern, die Gestaltung des Ladens und die Warenpräsentation wird der Umsatz gesteigert – MUJI ist hier ein Meister. Netease, Koala und Yan werden mittlerweile als Vorbilder genutzt, und zwar weit mehr als nur als Abflussprodukte. Natürlich ist dies ein typisches Beispiel für ein Modell mit hohem, aber geringem Effekt. Ob sich ein solcher Vorteil in großem Umfang kopieren lässt, hängt vom Erfolg ab. Ein viertes Beispiel ist der sogenannte „Light-Non-Retail“, am häufigsten vertreten durch Verkaufsautomaten wie Getränkeautomaten, Saftautomaten und Powerbanks. Warum spricht man von „Light-Non-Retail“? Weil die Vielfalt an Varianten so groß ist, dass man sie nicht unbedingt als integralen Bestandteil des „New Retail“ bezeichnen kann! Hier stehen „Light-Retail“ und „Heavy-Retail“ nicht im Gegensatz zueinander, sondern differenzieren sich. Select Shops zielen darauf ab, die Kundenbindung zu erhöhen, und „Light-Retail“ bietet den Vorteil der Bequemlichkeit. Angesichts der heutigen Konsumgewohnheiten bevorzugen viele Verbraucher bequeme Einkaufsmöglichkeiten. Ein Beispiel dafür sind die Erotikartikelautomaten in Hotels: Kunden müssen nur bezahlen und können die gewünschten Produkte kaufen. So wird dem Bedürfnis nach Privatsphäre Rechnung getragen und gleichzeitig die Kundenbedürfnisse befriedigt.